Suche
  • Ulrich Esch - Technikjournalismus/PR-Student
  • Kontakt: ulresch@gmail.com
Suche Menü

Das neue Google+: Für Touch Top, für Desktop Flop

Google hat diese Woche das Design seines sozialen Netzwerkes komplett auf den Kopf gestellt. Für die Bedienung mit Tablet und Co ein Fortschritt, für die Desktop-Lösung eher ungeeignet. 

Google werkelt auch gut ein dreiviertel Jahr nach dem Start des sozialen Netzwerkes Google+ weiter an Optik und Funktionalität. In Zeiten von Smartphones, Tablets und anderen Geräten, die nicht mehr per Maus, sondern mit den Fingern bedient werden versucht der Internetriese den entsprechenden Spagat zu schaffen. Auf der einen Seite stoßen Geräte mit Touch-Bedienung immer mehr in den Vordergrund. Auf der anderen sind stationäre PCs und Notebooks noch lange nicht vom Markt verdrängt.

Google bemüht sich um die Zukunft, vernachlässigt aber die Gegenwart

Auf einem 10-Zoll-Tablet lässt sich das soziale Netzwerk besser den je bedienen. Die neuen Navigations-Symbole auf der linken Seite bieten eine ausreichend-große Fläche um sie einfach mit den Fingern zu treffen. Dies gilt für die gesamte Optik, die durch die Umstellung sehr Touch-freundlich geworden ist. Auch der breitflächige, weiße Raum zwischen News-Feed und Chat, der bei Notebooks und PCs mit hoher Auflösung auftritt (siehe Screenshot), ist auf einem Tablet mit einer Auflösung von 1280×800 nicht zu sehen. In diesem Fall wird der Chat minimiert und kann bei belieben geöffnet werden.

Während für Touch-Geräte von Google eine schöne Lösung gefunden wurde, sieht es bei PCs und Notebooks, die in den meisten Haushalten noch vertreten sind eher schlecht aus. Größter Kritikpunkt ist die bereits erwähnte frei Fläche zwischen Feed und Chat. Um den weißen Raum auch auf dem Desktop-PC zu eliminieren gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man vergrößert den Bildschirminhalt durch drücken von “Strg und +” solange, bis der Chat verschwunden ist (hat eine sehr große Optik zufolge) oder man nutzt die Chrome-Erweiterung GExtend um den überflüssigen Raum zu entfernen (via Caschy).

Beide Lösungen sind nicht optimal. Schon gar nicht für Nutzer von sozialen Netzwerken, die es gerne so einfach wie möglich hätten. Hier muss Google in Zukunft noch weiter anpacken und mit einigen Änderungen dafür sorgen, dass User sich auch heute auf Google+ wohlfühlen.

Autor:

Studiert Technikjournalismus & Public Relations. Arbeitet als freier Mitarbeiter in der Kommunikationsberatung. Bloggt auf ulresch.de über mobile Technik, Social Media, Tools und aktuelle Themen aus der Netzwelt. Kontakt: Google+ | Twitter | E-Mail: ulresch@gmail.com

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.