Der Tag an dem der Google Reader zum Sterben geschickt wurde

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Netzwelt

Es war ein Schock! Nicht nur für mich, sondern für meine komplette Twitter-Timeline. Einige Stunden nach der Wahl des neuen Papstes machte eine Neuigkeit die Runde, die wohl von kaum jemanden positiv aufgenommen wurde: Der Google Reader muss sterben. Google will es so.

googlereader

Quelle: Google Play Store

Seit 2005 hat der Google Reader mir und etlichen anderen Nutzern gute Dienste geleistet. Auch wenn es längere Zeit schon keine Verbesserungen seitens Google mehr gab, stand der RSS-Reader nach wie vor hoch in meiner Gunst. Vor allem Blogger und Journalisten nutzten den Google Reader als Informations- und Recherchequelle, weil es einfach einfach war, auf diese Weise den Überblick über tausende von Websites zu behalten.

google reader

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Google+ statt Google Reader

Über die Gründe für das Aus wurde am heutigen Tag viel spekuliert werden. Betrachtet man die enorm schnelle Entwicklung digitaler Technologien, kann der RSS-Feed, so praktisch er auch ist, durchaus als Steinzeitwesen bezeichnet werden. Wie das so mit alten Technologien ist, müssen diese früher oder später für eine neue Generation weichen. Die neuen Stars – soziale Netzwerke – stehen nicht mehr nur in den Startlöchern, sondern haben die Art, wie wir uns informieren, bereits stark verändert.

feedlyAlternativen sind vorhanden

Wie zum Beispiel die Interessenslisten von Facebook hervorragend zur Informationsgewinnung genutzt werden können, hat Annette Schwindt bereits vor über einem Jahr beschrieben. Aber auch so ist nicht aller Tage Abend. Wer wie ich nicht auf einen Feed-Reader verzichten möchte, sollte einen Blick auf Feedly werfen. Die passende App für Android hatte ich bereits an dieser Stelle lobend erwähnt. Dort hat man heute schnell reagiert und umgehend einen Blogpost verfasst, wie der Übergang vom Google Reader zu Feedly möglichst problemlos vonstatten geht.

Auch wenn durch die Entscheidung von Google die Welt mit Sicherheit nicht untergeht und möglicherweise sogar positive Effekte daraus entstehen, muss ich abschließend doch schreiben: Schade um den Google Reader.

Der Autor

Baujahr 1985 | B. Sc. Technikjournalismus & Public Relations | Berater für digitale Kommunikation | technikbegeistert | #effzeh-Fan | Kontakt: Google+ | Twitter | E-Mail: ulresch@gmail.com

3 Kommentare

  1. Ich bin schon seit gestern ein bisschen am Feedly ausprobieren. Ist noch ziemlich verspielt das ganze, aber langsam kann es ja was werden 😉

    Ich hoffe nur das Feedburner noch bleibt.. aber iwie gehört beides ja zusammen..

    Andere Sache, was hälst von owncloud und dem RSS-Feed?

    • Also mit Feedly kann ich als Alternative echt gut leben. 🙂 Feedburner erhält ja auch schon länger keinen Support mehr, da werde ich wohl auch bald nach Alternativen schauen, aber bisher fehlte mir die Zeit.

      ownCloud in Verbindung mit RSS-Feed war mir bis eben neu. Schaut auf den ersten Blick aber ganz interessant aus. Werde ich mir mal in Ruhe anschauen. Hast du da schon Erfahrungen gemacht? Danke für Tipp!

      • Nein Erfahrung habe ich zu OwnCloud noch nicht gemacht, aber in der neuen Version soll der Support für Feeds ja da sein. Und da sollte es auf jeden Fall (wenn auf eigenem Server oder Shared) der Server durchhalten;)

        Wird auf jeden Fall ganz interessant werden, was sich hierzu ergeben wird.

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